Das gehört in die homöopathische Reiseapotheke

Eine Ergänzung zur herkömmlichen Reiseapotheke

Als Ergänzung zu normalen Medikamenten eignen sich homöopathische Mittel zur Eigenbehandlung bei kleinen Wehwehchen. Reisekrankheit, Durchfall, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder lästige Insektenstiche sind einige der häufigsten Beschwerden auf Reisen, gegen die man gewappnet sein sollte. Was es bei homöopathischen Mitteln zu beachten gilt und welche jedenfalls in der Notfallapotheke vorhanden sein sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

Die gängigsten homöopathischen Arzneimittel und deren Einsatzgebiet

Die Homöopathie kennt tausende von Mitteln und ist sehr vielseitig in ihrer Anwendung. Nachfolgend finden Sie die 12 wichtigsten Globuli:

  • Aconitum: Entzündungen, grippaler Infekt
  • Apis: Insektenstich, Entzündungen
  • Arnica: Muskelkater, Verletzungen
  • Belladonna: Verbrennungen, Sonnenbrand, Sonnenstich, Entzündungen, grippaler Infekt, Husten, Kopfschmerzen
  • Calendula: Verletzungen
  • Hypericum: Verletzungen
  • Ledum: Insektenstich, Verletzungen
  • Phosphorus: Ängste, Magenschwäche
  • Ruta: Verstauchungen, Zerrungen, Verrenkungen, Brüche
  • Silicea: Nebenhöhlen-, Ohr- und Mandelentzündungen
  • Staphisagria: Verletzungen durch scharfe Gegenstände, Blasenentzündungen
  • Symphytum: Verletzungen

Behandlung mit Homöopathika: Homöopathie ja oder nein?

Homöopathie lässt sich hervorragend zur Behandlung in Eigenregie einsetzen und hat den Vorteil, dass Nebenwirkungen praktisch ausgeschlossen sind. Für akute Krankheitszustände und rein körperliche Symptome wählt man niedrige Potenzen bis D12. Psychosomatische Krankheitsbilder werden mit Mittelpotenzen bis D30 behandelt. Hohe Potenzen über D30 eignen sich bei chronischen Beschwerden und zur Konstitutionstherapie.

Homöopathische Mittel sind nur bei leichten Beschwerden anzuraten. Bei größeren Verletzungen und Unsicherheit sollten sie allenfalls als Ergänzung zur Schulmedizin herangezogen werden. Generell lässt sich Homöopathie überall dort einsetzen, wo die körpereigene Regulation funktioniert und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden können. Bei plötzlich auftretenden und schwerwiegenden Erkrankungen, wie allergischen Schocks, versteht es sich von selbst, dass eine angemessene medizinische Versorgung vonnöten ist.

Allgemeine Tipps und Hinweise für die Reiseapotheke

  • Achten Sie auf ausreichende Menge: packen Sie ein Drittel mehr ein als voraussichtlich benötigt
  • Medikamente müssen vor Sonnenlicht geschützt, trocken und kühl gelagert werden
  • Während des Fluges können im Gepäckraum Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herrschen, was bei Tropfen, Säften, Salben und Cremes zur Zersetzung führen kann. Präparate wie Insulin sollten auf jeden Fall im Handgepäck verstaut werden, Salben und Säfte sind in der Mitte des Koffers zumindest etwas geschützt.
  • Homöopathische Mittel sollten ebenfalls in der Mitte des aufgegebenen Gepäcks verstaut werden. Dieses wird nicht auf jedem Flughafen durchs Röntgen geschickt – Röntgenstrahlen können den empfindlichen Homöopathika schaden.
  • Denken Sie daran, einen Vorrat an unbedingt nötiger Dauermedikation ins Handgepäck zu packen, falls der Koffer verloren geht. Dazu gehören alle Medikamente zur Injektion (z.B. Insulin), alle Notfallmedikamente sowie Nasentropfen für den Druckausgleich vor Start und Landung.

Generell gilt: Wenn die Beschwerden sich verschlechtern oder nicht abklingen, egal ob durch konventionelle oder homöopathische Medikation, ist in jedem Fall ein Arzt zu konsultieren.

Einen sorgenfreien Urlaub wünscht Ihnen das Team der Kinderhotels Europa!

Foto: pixabay

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